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Die Mausefalle (Snapback)

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Figur 1 Figur 2 Figur 3 Figur 4
(Quelle: Das japanische Brettspiel Go, Winfried Dörholt, Falken Verlag, 1982)

In Figur 1 ist Weiß am Zug. Die drei (mit einem Dreieck) markierten Schwarzen Steine sind somit in Gefahr.

Weiß opfert (in Figur 2) einen Stein und setzt die schwarzen Steine in Atari.

Das kümmert Schwarz nicht; er schlägt (in Figur 3) das weiße Opfer. Das aber war ein Fehler, denn ...

... jetzt kann (in Figur 4 gezeigt) Weiß alle vier schwarzen Steine schlagen.



DefinitionDefinition

Mausefalle

Bei der Mausefalle wird ein Opferstein angeboten. Nimmt der Gegner das Opfer an, wird er sofort eine größere Gruppe von Steinen verlieren.

Das ist in Figur 3 mit einem roten freien Brettpunkt markiert.


Das Kranichnest

Mit diesem Wissen lässt sich die folgende Aufgabe Lösen:

spielbrett Schwarz am Zug schlägt drei weiße Steine.
Figur 5
(Quelle: Learn to Play Go, J. Kim & J. Soo-hyun, Good Move Press, 1999)

Lösung: Schwarz setzt zwischen die weißen Steine.

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Figur 6.1 Figur 6.2

Schwarz 1 in Figur 6.1 setzt sich genau ins Kranichnest.
Weiß 2 greift Schwarz 1 an und wird aber selber gerade wieder von Schwarz 3 angegriffen.
Weiß 4 in Figur 6.2 holt sich zwei Freiheiten, indem sie Schwarz 1 schlägt.
Jetzt greift Schwarz mit 5 die weiße Gruppe an. Weiß verliert alle Steine.

Auch in diesem Beispiel gilt die Definition der Mausefalle: Nimmt Weiß den Opferstein (1) an, so wird sie eine größere Gruppe verlieren.



Eine Kurisoität ist noch die folgende doppelte Mausefalle.

Die doppelte Mausefalle

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Figur 7

In Figur 5 hat Weiß zwei Augen. In beiden Augen sind jedoch noch schwarze Steine. Weiß kann zwar die schwarzen Steine schlagen, aber Schwarz kann dann jeweils sofort eine Mausefalle aufbauen. Weiß wird alle Steine verlieren.


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